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Kurz vor unseren heutigen Waldgottesdienst erhielten wir die schreckliche Nachricht:
Am heutigen Sonntag wurden Bombenanschläge auf eine katholische, protestantische und pfingstlerische Kirche in Surabaya/Indonesien verübt. Zahlreiche unschuldige Gemeindemitglieder, darunter auch Kinder, wurden Opfer eines feigen Terroranschlages.
Durchgeführt wurden die Anschläge von einer islamistische Gruppe mit starken Beziehungen zu ISIS.
Die überwiegende Mehrheit der indonesischen Bevölkerung und die wichtigsten gesellschaftlichen und religiösen Gruppen in Indonesien, wie z. B. die islamischen Organisationen Nahdatul Ulamma und Muhammadiyah haben die Terroranschläge scharf verurteilt und sich für die Bewahrung des friedlichen Zusammenlebens der verschiedenen Völker und Religionen in einem pluralistischen Indonesien ausgesprochen. Der Tenor der Stellungnahmen von Gesellschaft, Politik und religiösen Organisationen lautet: Indonesien steht für Einheit in der Vielfalt, wir lassen uns nicht durch euren Terror voneinander trennen und wir haben keine Angst.
Wir, die Evangelische Indonesische Kristusgemeinde Rhein-Main, trauern um die Verstorbenen und beten für die Hinterbliebenen. Wir verurteilen jegliche Form des Terrors, vorallem den religiös motivierten Terrorismus. Wir möchten unsere Partner und Freunde in der Ökumene und im Interreligiösen Dialog bitten zusammen mit uns für die Trauernden und unser Heimatland Indonesien zu beten.
Nachfolgend veröffentlichen wir eine Stellungnahme des Indonesischen Kirchenbundes (PGI) zu den heutigen Anschlägen, dessen Inhalt von uns in allen Punkten mitgetragen wird.
- Ein Gewaltakt, ganz gleich aus welchem Beweggrund, kann keine Probleme bewältigen. Er wird lediglich eine Spirale der Gewalt auslösen und letztendlich in die Zerstörung führen. Am Beispiel Syriens kann beobachtet werden, wie das Land von einem Akt der Gewalt auf den anderen verwüstet wurde.
- Im Grunde lehrt keine Religion Gewalt und Mord. Jede Religion lehrt Menschlichkeit, Frieden und die Liebe. Es ist das abwegige Denken, welches den Gläubigen dazu veranlasst, Gewalt und Terror zu verbreiten.
- Aus diesem Grund müssen religiöse Führungspersonen das Wachsen der Gewalt- und Terroranhänger gewissenhaft und mit Bedacht beobachten, welches sich durch die Prediger in ihre Predigten und Aussagen verbirgt. Das Entradikalisierungsprogramm der nationalen Antiterror-Behörde wäre vergebens, wenn die Bevölkerung stattdessen den religiösen Führern mit radikalen Ansichten eine Plattform bereitstellt, ihre Aufrufe der Gewalt zu predigen. Aus diesem Grund fordern wir dazu auf, dass religiöse Führungspersonen und die Bevölkerung den Gewalttätern und Terroristen keine Möglichkeit und Sympathie bieten, ungeachtet dessen, welche Motive sie verfolgen.
- Wir raten dazu ab, Foto- und Videomaterialien zu verbreiten, denn dies würde das Ziel der Terroristen erfüllen, Angst in der Bevölkerung zu säen. Wir rufen dazu auf, stattdessen Liebe und Friedensbotschaften über die Medien zu verbreiten.
- Wir bitten der politischen Elite und der Bevölkerung, Kommentare zu unterlassen, welche die Situation vernebeln. Der Terrorakt darf nicht zum eigenen politischen und gegenwärtigen Anliegen ausgenutzt werden, denn der Preis, der auf dem Spiel steht, ist die Zukunft der Nation.
- Wir müssen der terroristischen Bedrohung nicht fürchten, sondern auf die Handhabung des Landes vertrauen. Währenddessen unterstützen wir dessen Maßnahmen zur Beseitigung aller Gewalt- und Terroranschläge in unserem geliebten Land.
Wir beten für unser Land Indonesien, bei dieser schrecklichen Reihe von Explosionen auf der Insel Java bei denen mehrere Menschen getötet worden sind. Erbarme dich unserem Land.
Schicke unserem Land Deinen Geist des Friedens und der Versöhnung, damit die Waffen aus der Hand gelegt werden und Friede einkehren kann.
Lass nicht Hass, Neid und Streit unser Miteinander vergiften, sondern schenke uns Versöhnung und Liebe.
#MutundAngst #KamiTidakTakut
Zu einem Treffen hatte heute der neue Generalkonsul des indonesischen Konsulats in Frankfurt, Toferry Primanda Soetikno mit seinem gesandten-Botschaftsrat Rainer Louhannapessy eingeladen.
Dieser Einladung kamen unser Vorsitzender Jens Balondo, Pfarrerin Junita Lasut, Frank Madrikan (Interreligiöse und kulturelle Angelegenheiten) und der Vorsitzender der EKHN-GMIM-Partnerschaft Pfarrer Joachim Schuh sehr gerne nach.

Nach einer Vorstellungsrunde ging man in die Agenda über und man besprach aktuelle und zukünftige Projekte an. In diesem Zuge wurde gleichzeitig das Gemeindeprofil (indon. Version) überreicht. Weiter wurde ein aktuelles Thema zu einem jungen syrischen Flüchtling für einen deutsch / indonesischen Jugendaustausch der Kulturbeziehungen besprochen.
Anschließend fuhr man in das Gästehaus des Konsuls. Bei einem gemeinsamen Essen hatte man die Gelegenheit, sich mit der Frau des Konsuls und weiteren Vertretern der indonesischen Organisationen in Frankfurt sich auszutauschen.
Herr Franciscus De Salles Toferry Primanda Soetikno war zuvor als stellvertretender Botschafter der Republik Indonesien in Thailand tätig, bevor er am 17. April 2018 von der hessischen Staatskanzlei das Exequatur als Generalkonsul mit dem Konsularbezirk der Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland erhielt.
Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.