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"Na Willa" - Ein indonesischer Film, der verbindet

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Ein besonderer Filmtipp: „Na Willa“ – ein berührender indonesischer Film über Kindheit, Vielfalt und das Miteinander

Mit großer Freude möchten wir auf einen besonderen indonesischen Film aufmerksam machen: „Na Willa“.

Hinter diesem Werk steht unter anderem Reda Gaudiamo, eine langjährige Freundin, die viele von uns noch in lebendiger und schöner Erinnerung haben. Vor rund zehn Jahren besuchte sie im Rahmen der Buchmesse unsere Gemeinde und trat gemeinsam mit dem leider viel zu früh verstorbenen Ari Malibu in unserer Alten Nikolaikirche auf. Es war ein besonderer Moment voller Musik, Wärme und Begegnung, der vielen bis heute im Herzen geblieben ist.


Umso schöner ist es, nun auf dieses filmische Werk aufmerksam machen zu können.

„Na Willa“ ist ein indonesischer Familienfilm von Visinema Studios, eine Live-Action-Verfilmung des ersten Buchs aus der „Na Willa“-Trilogie von Reda Gaudiamo. Regie und Drehbuch stammen von Ryan Adriandhy. Der Film startet heute in Indonesien am 18. März 2026 und spielt im Surabaya der 1960er Jahre.

Im Mittelpunkt steht die etwa sechsjährige Na Willa, die in einer kleinen Gasse am Stadtrand lebt. Der Film erzählt ihren Alltag konsequent aus ihrer kindlichen und neugierigen Perspektive. Dadurch wirken ganz einfache Dinge – Nachbarschaft, Familie, Schule, Fragen über Menschen und Unterschiede – fast magisch. Es ist kein großer Action-Plot, sondern ein warmer und fein beobachtender Film über Kindheit, Familie, Vielfalt und das Erwachsenwerden.

Besonders wichtig ist die multikulturelle Identität der Hauptfigur. Na Willa hat eine Mutter aus Ost-Nusa Tenggara und einen Vater chinesischer Herkunft. Genau daraus entstehen Fragen nach Zugehörigkeit, Unterschiedlichkeit und gesellschaftlichen Zuschreibungen. Schon die literarische Vorlage wird als Werk beschrieben, das chinesisch-indonesische Erfahrungen, Alltagsrassismus und kulturelle Vielfalt sichtbar macht.

Gerade darin liegt die besondere Kraft dieses Films. Er schaut nicht von oben auf diese Themen, sondern mit offenen Augen und einem kindlichen Herzen. So lädt „Na Willa“ dazu ein, die Welt noch einmal aus der Sicht eines Kindes wahrzunehmen: neugierig, ehrlich, verletzlich und zugleich voller Staunen.

Die Vorlage thematisiert zudem ausdrücklich, dass Na Willa in einer vielfältigen Nachbarschaft lebt und neugierig auf religiöse Unterschiede schaut. Gerade deshalb wirkt der Film so stark: Er zeigt, wie früh Kinder mit Fragen zu Religion, Identität, Ethnie und Anderssein konfrontiert werden – und wie offen und direkt sie die Welt zunächst wahrnehmen, bevor Erwachsene ihnen feste Kategorien vorgeben.

Der Film basiert auf dem Werk von Reda Gaudiamo. Regie führte Ryan Adriandhy. Zur Besetzung gehören unter anderem Luisa Adreena, Irma Rihi, Junior Liem, Freya Mikhayla, Azamy Syauqi und Arsenio Rafisqy. Auch dadurch wird deutlich, wie viele kreative Menschen an diesem besonderen Filmprojekt mitgewirkt haben.


Auch für uns als Evangelische Indonesische Kristusgemeinde Rhein-Main berührt dieser Film ein wichtiges Thema. Unsere Gemeinde lebt seit vielen Jahren von Begegnung, kultureller Vielfalt, Glaube im Miteinander und dem Brückenschlag zwischen Menschen unterschiedlicher Prägungen. Gerade in einer internationalen Stadt wie Frankfurt und in unserer kirchlichen Arbeit ist die Frage zentral, wie wir Verschiedenheit nicht als Bedrohung, sondern als Reichtum verstehen.

In folgenden kurzen Video erzählen Reda selbst und weitere Beteiligte mehr über die Geschichte von „Na Willa“ und warum sie weit über einen Kinderfilm hinausgeht. Es wird deutlich, wie wertvoll diese Erzählung nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern, Familien und unsere Gesellschaft ist.


Deshalb möchten wir „Na Willa“ sehr gern weiterempfehlen.

Wir freuen uns besonders darüber, dass mit Reda Gaudiamo eine Künstlerin dahintersteht, die unserer Gemeinde verbunden ist. Ihr damaliger Besuch gemeinsam mit Ari Malibu bleibt für uns ein kostbares Zeichen dafür, wie Musik, Kunst, Sprache und Begegnung Menschen miteinander verbinden können – über Grenzen, Kulturen und Generationen hinweg.

Möge auch „Na Willa“ viele Menschen berühren und dazu anregen, neu über Kindheit, Vielfalt, Religion und das menschliche Miteinander nachzudenken.