Spenden

Spenden und Sammlungen gehören seit Alters her fest zum Gottesdienst der christlichen Gemeinde. Sie richten sich als Ausdruck des Dankes an Gott, nehmen aber gleichzeitig als Zeichen der Solidarität und vor allem der Nächstenliebe den Mitmenschen in den Blick.

Bei den Kollekten sieht die Kollektenordnung der EKHN verbindliche, empfohlene und freigestellte Kollekten vor.

Kollekten, deren Erhebung verbindlich für alle Kirchengemeinden vorgeschrieben ist, werden von der Kirchensynode für zwei Jahre festgelegt. Die freigestellten Kollekten werden vom Kirchenvorstand der Evangelischen Kristusgemeinde festgelegt. Die Zweckbestimmung der Kollekte wird im jeweiligen Gottesdienst der Gemeinde mit einer entsprechenden Empfehlung bekannt gegeben.

Displaying items by tag: EIKG

- Bahasa Indonesia -


Es gibt verschiedene Gaben, aber es ist derselbe Geist.

– 1. Korinther 12,4

Im Pfingstgottesdienst am Sonntag, den 24. Mai 2026, wurden in der Alten Nikolaikirche Frankfurt zwei neue berufene Mitglieder des Kirchenvorstandes der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main eingeführt und verpflichtet: Veni Sonia Grasia Simanjuntak und Aylwin Absalom Indra Gorgauli Siahaan.

Die Einführung und Verpflichtung wurde von unserer Pfarrerin Junita Rondonuwu-Lasut im Rahmen des festlichen Pfingstgottesdienstes vorgenommen. Der Kirchenvorstand hatte Veni Simanjuntak und Aylwin Gorgauli bereits in seiner Sitzung vom 24. März 2026 gemäß § 29 der Kirchengemeindeordnung in den Kirchenvorstand berufen. Hintergrund dieser Berufung ist die hohe Auslastung in der ehrenamtlichen Arbeit des Kirchenvorstandes. Zugleich wurde geprüft, dass beide die Voraussetzungen der Wählbarkeit erfüllen.

Kirchenvorstand der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main mit den neu berufenen Kirchenvorstandsmitgliedern Veni Simanjuntak und Aylwin Gorgauli

Der Kirchenvorstand der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main mit Gemeindeassistentin nach der Einführung der neuen berufenen Kirchenvorstandsmitglieder. V.l.n.r.: Nina Reimas (Gemeindeassistentin), Aditya Dolontelide, Frank Madrikan, Jens Balondo. Vorne v.l.n.r.: Veni Simanjuntak, Pfarrerin Junita Rondonuwu-Lasut, Aylwin Gorgauli. Das Kirchenvorstandsmitglied Marsha Marcelina konnte berufsbedingt nicht teilnehmen und fehlt daher auf dem Foto.

Mit der Berufung war es dem Kirchenvorstand wichtig, Veni und Aylwin frühzeitig in die Leitungsarbeit unserer Gemeinde einzubeziehen. Dies gilt besonders mit Blick auf die kommenden Veränderungen durch den geplanten Umzug in die Lutherkirche, die zukünftige gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten mit der Luthergemeinde und deren künftigem Nachbarschaftsraum.

Gerade in einer solchen Übergangszeit ist es wichtig, dass Verantwortung nicht nur auf wenigen Schultern liegt. Viele Fragen müssen gemeinsam bedacht werden: Wie gestalten wir unsere Gottesdienste und Gemeindetreffen an einem neuen Ort? Wie bleiben wir als indonesisch-evangelische Gemeinde sichtbar und erreichbar? Wie können wir Menschen weiterhin einen vertrauten geistlichen Ort anbieten, an dem sie willkommen sind?

Auch im Hinblick auf die kommende Kirchenvorstandswahl im Jahr 2027 sollen Veni und Aylwin die Arbeit des Kirchenvorstandes kennenlernen, Erfahrungen sammeln und die Zukunft unserer Gemeinde aktiv mitgestalten. Sie bringen ihre eigenen Perspektiven, beruflichen Erfahrungen und persönlichen Begabungen ein. Dadurch wird die Arbeit im Kirchenvorstand breiter getragen und zugleich die nächste Phase unserer Gemeinde gut vorbereitet.

Für unsere Gemeinde ist diese Berufung deshalb mehr als eine organisatorische Entlastung. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Gemeindeleben wächst, wenn Menschen bereit sind, sich einzubringen. Wir möchten eine Gemeinde sein, in der unterschiedliche Generationen, Lebenswege und Talente zusammenkommen – und in der jede und jeder spüren darf: Hier kann ich mit meinem Glauben, meinen Fragen und meinen Gaben dazugehören.


Verschiedene Gaben – ein Geist

Passend zum Pfingstfest stand im Gottesdienst die Vielfalt der Gaben im Mittelpunkt. In der Schriftlesung aus 1. Korinther 12,4–11 wurde daran erinnert, dass es verschiedene Gaben, verschiedene Aufgaben und verschiedene Kräfte gibt, aber derselbe Geist Gottes in allem wirkt.

Diese Botschaft passt sehr gut zu unserer Gemeinde: Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Sprachen, Generationen und Begabungen kommen zusammen, feiern Gottesdienst, teilen Glauben und gestalten Gemeinschaft. Gerade diese Vielfalt macht unsere Gemeinde lebendig.

Veni Simanjuntak und Aylwin Gorgauli versprachen vor Gott und der Gemeinde, ihren Dienst sorgfältig und treu zu tun – in der Bindung an Gottes Wort, gemäß dem Bekenntnis und nach den Ordnungen unserer Kirche und Gemeinde. Auch die Gemeinde wurde gefragt, ob sie die neuen Kirchenvorstandsmitglieder achten, ihre Verantwortung respektieren und sie in ihrem Dienst unterstützen will. Die Gemeinde antwortete gemeinsam: „Ja, ich will.“


Segen, Urkunde und Kreuz

Nach der Verpflichtung wurden Veni und Aylwin für ihren Dienst gesegnet. Anschließend überreichte Jens Balondo, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, den beiden ihre Urkunden und gratulierte ihnen herzlich.

Zusätzlich erhielten sie jeweils ein Kreuz. Dieses Kreuz soll sie in ihrer Arbeit im Kirchenvorstand begleiten. Es erinnert daran, dass ihr Dienst unter dem Zeichen Christi steht, und kennzeichnet sie zugleich als offizielle Repräsentantinnen und Repräsentanten der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main.

Wir danken Veni Simanjuntak und Aylwin Gorgauli herzlich für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und wünschen ihnen Gottes Segen, Weisheit, Kraft und Freude für ihren Dienst.

Unsere Gemeinde lebt von Menschen, die ihre Gaben einbringen, einander stärken und gemeinsam im Glauben unterwegs sind. Wer unsere Gemeinde kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen. In unseren Gottesdiensten und Begegnungen möchten wir einen Ort schaffen, an dem Menschen Glauben teilen, Gemeinschaft erleben und ein Stück Heimat finden können.


Der gesamte Pfingstgottesdienst mit der Einführung und Verpflichtung der berufenen Kirchenvorstandsmitglieder kann weiterhin über unseren YouTube-Livestream angesehen werden:

Weitere Fotos und Eindrücke von diesem besonderen Gottesdienst sind in unserem Facebook-Album zu finden: Weitere Fotos auf Facebook ansehen .



Published in EIKG / JKI Intern
Samstag, 09 Mai 2026 07:45

Auf dem Weg in eine neue Etappe

- Bahasa Indonesia -


Wir gehen weiter – nicht, weil uns dieser Schritt leichtfällt, sondern weil wir unter veränderten Bedingungen eine tragfähige Zukunft für unsere Kirche gestalten wollen.

– Evangelische Indonesische Kristusgemeinde Rhein-Main, zum Umzug in die Lutherkirche

Die Evangelische Indonesische Kristusgemeinde Rhein-Main steht im Jahr 2026 vor einer neuen Etappe. Nach vielen Jahren in der Frankfurter Innenstadt, am Römerberg, in der Saalgasse und im Umfeld des Evangelischen Gemeindehauses Hinter dem Lämmchen wird sich der regelmäßige Schwerpunkt unserer Gemeindearbeit künftig in die Lutherkirche im Frankfurter Nordend verlagern.

Dieser Schritt ist nicht als freie Abkehr von unserer bisherigen Geschichte am Römerberg zu verstehen. Er ist eine Antwort auf veränderte räumliche, bauliche und kirchenstrukturelle Rahmenbedingungen. Unser Kirchenvorstand hat diese Entwicklung intensiv beraten und abgewogen. Dabei wurde deutlich: Unsere Gemeinde verlässt nicht ihre Geschichte, sondern sucht unter schwierigen Bedingungen einen verlässlichen Weg in die Zukunft.

Zugleich ist uns wichtig, diesen Schritt öffentlich verständlich einzuordnen. Wir sehen die Herausforderungen, vor denen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach im Rahmen von EKHN 2030 stehen. Wir wissen, dass Gebäude, Räume und kirchliche Strukturen neu geordnet werden müssen. Gleichzeitig haben wir erlebt, dass internationale Gemeinden und ihre besonderen Bedarfe zu Beginn dieser Prozesse nicht ausreichend mitgedacht und nicht rechtzeitig eingebunden wurden.


Gewachsene Orte in der Frankfurter Innenstadt

Baustelle Evangelisches Gemeindehaus Hinter dem Lämmchen

Die Alte Nikolaikirche am Römerberg, die Räumlichkeiten im Umfeld der Saalgasse, das Evangelische Gemeindehaus Hinter dem Lämmchen und die Evangelische Akademie waren für unsere Gemeinde nie nur funktionale Orte. Sie waren und sind Orte gewachsener geistlicher, ökumenischer und gemeinschaftlicher Identität.

Besonders die langjährige Zusammenarbeit mit der St. Paulsgemeinde hat unsere Gemeinde geprägt. Über viele Jahre hinweg konnten wir gemeinsam Räume beleben, Begegnungen ermöglichen und kirchliche Flächen in der Frankfurter Innenstadt mit Leben füllen. Daraus entstand nicht nur Raumnutzung, sondern gelebte Nachbarschaft.

Evangelisches Gemeindehaus Hinter dem Lämmchen

Wir haben die Geschichte unserer Gemeinde bereits ausführlicher in unserem Jubiläumsartikel „20 Jahre EIKG – Ein Jubiläumsrückblick auf gelebte Vielfalt und Glauben im Herzen Frankfurts“ beschrieben. Deshalb soll dieser Artikel nicht noch einmal die ganze Geschichte wiederholen. Er richtet den Blick vielmehr auf die aktuelle Wegmarke: Warum wird eine räumliche Neuordnung notwendig? Was nehmen wir aus unserer bisherigen Geschichte mit? Was verändert sich durch den Umzug? Und wie können wir unsere Gemeindearbeit unter neuen Bedingungen verlässlich fortführen?

Diese Geschichte bleibt wichtig, weil sie zeigt, dass internationale Gemeinden nicht nur Räume nutzen, sondern kirchliches Leben aktiv mitgestalten. Unsere Gemeinde hat über viele Jahre Gottesdienste gefeiert, Gemeindetreffs gestaltet, Menschen begleitet, kulturelle und ökumenische Begegnungen ermöglicht und Räume in der Frankfurter Innenstadt mit Leben gefüllt. Dadurch ist eine Form von kirchlicher Nachbarschaft entstanden, die weit über eine reine Raumnutzung hinausgeht.

Gerade deshalb ist die jetzige Veränderung für uns nicht einfach. Sie betrifft nicht nur organisatorische Abläufe, sondern auch gewachsene Beziehungen, vertraute Wege und Orte, an denen viele Erinnerungen entstanden sind. Zugleich erkennen wir, dass die veränderten baulichen und kirchenstrukturellen Rahmenbedingungen eine neue Lösung notwendig machen. Die Aufgabe bisheriger Räume im Bereich der Saalgasse, die unklare künftige Nutzung im Gemeindehaus Hinter dem Lämmchen und die Neuordnung kirchlicher Flächen im Rahmen von EKHN 2030 haben unsere Gemeinde vor konkrete Fragen gestellt.

Aus unserer Sicht wurde dabei auch deutlich, dass die besonderen Bedarfe internationaler Personalgemeinden in solchen Prozessen nicht immer von Anfang an ausreichend mitgedacht wurden. Internationale Gemeinden haben oft weniger eingetragene Mitglieder als klassische Parochialgemeinden, gleichzeitig aber eine sehr hohe tatsächliche Nutzung und eine große Bedeutung für Menschen aus einem weiten Einzugsgebiet. Bei uns kommen Menschen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zusammen, oft mit langen Wegen und mit einem starken Bedürfnis nach verlässlichen Gottesdienst-, Begegnungs- und Beratungsräumen.

Darum ist dieser Umzug für uns zugleich schmerzhaft und verantwortungsvoll. Wir bedauern, dass unsere feste Präsenz am Römerberg und die langjährige Zusammenarbeit vor Ort dadurch anders werden. Gleichzeitig haben wir in kurzer Zeit eine Lösung gefunden, mit der unsere Gemeindearbeit weitergeführt und kirchliche Räume im Rahmen der Solidargemeinschaft erhalten und genutzt werden können. Die Lutherkirche wird damit nicht einfach ein neuer Ort, sondern eine neue Möglichkeit, unsere Aufgabe als internationale evangelische Gemeinde in der EKHN weiter wahrzunehmen.


Warum eine Neuordnung notwendig wurde

Räumlichkeiten im Bereich der Saalgasse

Ein wesentlicher Auslöser für die Neuordnung ist die geplante Aufgabe beziehungsweise der bevorstehende Abriss bisher genutzter Räumlichkeiten im Bereich der Saalgasse. Dort befinden sich bisher wichtige Flächen für Gemeindebüro, Vorbereitung, Material, Lagerung und organisatorische Arbeit. Eine verlässliche Nutzung in der bisherigen Form ist künftig nicht mehr möglich.

Zugleich wurden im Zusammenhang mit den Gebäudekonzepten der Nachbarschaftsräume und den Kategorien A-, B- und C-Flächen neue Rahmenbedingungen geschaffen. Auch wenn unsere Gemeinde als internationale Personalgemeinde nicht in gleicher Weise wie eine parochiale Ortsgemeinde in die Struktur der Nachbarschaftsräume eingebunden ist, wirken sich diese Prozesse ganz konkret auf unsere Raumfragen aus.

Der Kirchenvorstand nimmt wahr, dass unsere Gemeinde in vorausgehende Entscheidungen und Prozesse zu spät einbezogen wurde. Besonders schmerzlich war, dass Veränderungen im Bereich der Saalgasse und im Blick auf die bisherige verlässliche Nutzung am Standort Hinter dem Lämmchen bereits weit vorangeschritten waren, bevor gemeinsam mit unserer Gemeinde tragfähige Alternativen entwickelt wurden.

Das hat zu Unmut geführt. Nicht aus Ablehnung gegenüber Veränderung, sondern weil internationale Gemeinden mit ihrer besonderen Struktur, ihrer hohen Auslastung und ihrer überregionalen Bedeutung häufig nicht in die üblichen Planungslogiken passen. Eine Personalgemeinde wie unsere hat weniger formale Mitglieder als viele parochiale Gemeinden, erreicht aber an Sonntagen und bei besonderen Anlässen regelmäßig viele Menschen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus.


Internationale Personalgemeinden brauchen andere Blickwinkel

Bei internationalen Personalgemeinden konzentriert sich vieles auf den Sonntag. Der Gottesdienst ist der geistliche Mittelpunkt, aber er endet nicht mit dem Schlusssegen. Der theologische Impuls aus der Predigt wird in den anschließenden Gemeindetreff mitgenommen. Dort wird weitergesprochen, gegessen, gefragt, geholfen, übersetzt, erklärt, getröstet, beraten und Gemeinschaft gelebt.

Zu unseren Gottesdiensten und Gemeindetreffs kommen Menschen nicht nur aus einem Stadtteil. Sie kommen aus Frankfurt, Mainz, Hanau, Fulda, Lampertheim und vielen weiteren Orten im Rhein-Main-Gebiet. Es begegnen sich Menschen der ersten, zweiten und dritten Generation, Familien, Jugendliche, Studierende, neue Fachkräfte aus Indonesien und Menschen, die einen persönlichen Bezug zu unserer Gemeinde empfinden.

Deshalb können internationale Personalgemeinden nicht allein nach denselben Maßstäben betrachtet werden wie parochiale Ortsgemeinden. Wo Planungsmodelle stark an Mitgliederzahlen, Gemeindebezirken oder klassischen Flächenlogiken ausgerichtet sind, geraten internationale Gemeinden leicht unter Druck. Ihre tatsächliche Auslastung, ihre kulturelle und seelsorgliche Bedeutung sowie ihre Funktion als Brücke zwischen Herkunft und Ankommen müssen gesondert berücksichtigt werden.

Gerade solche nicht von Anfang an mitgedachten Sonderregelungen beschäftigen uns bis heute. Sie kosten Zeit, Kraft und Abstimmung. Zugleich zeigen sie, dass eine vielfältige Kirche Strukturen braucht, die auch internationale und migrationsgeprägte Formen von Gemeinde angemessen wahrnehmen.


Die Lutherkirche als neue regelmäßige Mitte

Lutherkirche im Frankfurter Nordend

Nach ausführlicher Beratung sieht der Kirchenvorstand in der Lutherkirche derzeit die sachgerechteste und verantwortbarste Lösung für die zukünftige räumliche Aufstellung der Gemeinde. Die Lutherkirche bietet die Möglichkeit, wesentliche Bereiche unserer Gemeindearbeit stärker an einem Standort zu bündeln: Gottesdienst, Gemeindetreff, Gemeindebüro, Begegnung, Gruppenarbeit sowie notwendige Lager- und Nebenflächen.

Damit entsteht eine verlässlichere Grundlage für die kommenden Jahre. Die Gemeinde muss dann nicht mehr in gleicher Weise zwischen mehreren Standorten improvisieren. Wege, Absprachen und Zuständigkeiten können klarer werden. Das ist besonders wichtig, weil unsere Gemeinde stark von planbaren Begegnungszeiten und gut vorbereiteten Sonntagen lebt.

Der Umzug in die Lutherkirche wurde auch im Zusammenhang mit der Frage beraten, wie kirchliche Flächen weiterhin im kirchlichen Nutzungskontext verbleiben können. Mit der künftigen Nutzung der dortigen C-Flächen verbindet sich daher nicht nur unser eigener Raumbedarf. Zugleich leisten wir einen Beitrag zur Solidargemeinschaft der Evangelischen Kirche in Frankfurt und Offenbach und zur weiteren kirchlichen Nutzung in der Lutherkirche.

Gerade in der Kürze der Zeit ist es gelungen, erneut eine Lösung zu finden, die nicht nur unserer Gemeinde hilft, sondern auch einen Beitrag zur gemeinsamen Verantwortung für kirchliche Räume leistet. Das ist für uns wichtig: Wir verstehen uns nicht als Sonderfall außerhalb der Kirche, sondern als Teil einer gemeinsamen kirchlichen Verantwortung.


Was bleibt: Alte Nikolaikirche und Evangelische Akademie

Alte Nikolaikirche am Römerberg

Die Alte Nikolaikirche und der Römerberg bleiben für unsere Gemeinde weiterhin von hoher geistlicher, historischer und ökumenischer Bedeutung. Sie stehen für die langjährige sichtbare Präsenz einer internationalen evangelischen Gemeinde im Herzen Frankfurts. Viele Menschen verbinden mit diesem Ort Gottesdienste, Feste, Begegnungen, persönliche Erinnerungen und das Gefühl, als indonesisch-evangelische Gemeinde mitten in der Stadt sichtbar zu sein.

Der Umzug in die Lutherkirche bedeutet deshalb keine vollständige Aufgabe der Verbindung zum Römerberg. Vielmehr ordnen wir unsere regelmäßigen gemeindlichen Nutzungen neu. Die bisherige räumliche Struktur war durch die veränderten Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Saalgasse und des Gemeindehauses Hinter dem Lämmchen, immer schwerer verlässlich planbar. Mit der Lutherkirche entsteht nun ein neuer Schwerpunkt für Gottesdienst, Gemeindearbeit, Begegnung, Gemeindebüro und weitere praktische Aufgaben.

Gleichzeitig bleibt uns wichtig, dass die geistliche und ökumenische Verbindung zur Frankfurter Innenstadt weiter sichtbar bleibt. Gerade die Alte Nikolaikirche erinnert uns daran, dass unsere Gemeinde nicht nur einen Raum genutzt, sondern über viele Jahre kirchliches Leben am Römerberg mitgeprägt hat.

Evangelische Akademie Frankfurt

Auch die Evangelische Akademie bleibt für uns ein besonders wichtiger Ort der Begegnung. Sie steht für Dialog, Offenheit und die Verbindung von Kirche, Gesellschaft, Kultur und Religionen. Besonders unsere Weihnachtsveranstaltungen haben dort eine wichtige ökumenische, interreligiöse und gemeinschaftliche Bedeutung entwickelt.

Deshalb soll die Verbindung zur Evangelischen Akademie nach Möglichkeit weitergeführt werden. Insbesondere die Veranstaltungen am 24. Dezember in der Evangelischen Akademie sowie am 25. Dezember in Verbindung mit der Alten Nikolaikirche und der Evangelischen Akademie bleiben für unsere Gemeinde besondere Ankerpunkte im Kirchenjahr.

Diese Tage sind für uns mehr als einzelne Termine. Sie bringen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Konfessionen, Religionen und Lebensgeschichten zusammen. Sie zeigen, dass unsere Gemeinde weiterhin Brücken bauen möchte: zwischen Indonesien und Deutschland, zwischen internationalen Gemeinden und der evangelischen Kirche, zwischen Herkunft, Gegenwart und Zukunft.

Dass diese Verbindung nach Möglichkeit weitergeführt werden soll, ist für uns ein wichtiges Zeichen: Wir ziehen mit unserem regelmäßigen Gemeindeleben weiter, aber wir geben die gewachsene geistliche und ökumenische Verbindung zur Frankfurter Innenstadt nicht auf.


Was wir bedauern – und was wir dennoch mittragen

Wir finden diese Entwicklung schade. Unsere feste internationale Präsenz am Römerberg wird sich verändern. Ein Stück der langjährigen Zusammenarbeit vor Ort wird nicht mehr in derselben Form sichtbar sein. Viele Erinnerungen, Routinen und vertraute Wege sind mit der Saalgasse, dem Gemeindehaus Hinter dem Lämmchen, der Alten Nikolaikirche und der Evangelischen Akademie verbunden.

Gleichzeitig wollen wir nicht nur auf das schauen, was verloren geht. Wir sehen auch, dass die Kirche insgesamt vor schwierigen Entscheidungen steht. Gebäude, Räume und Strukturen müssen neu geordnet werden. Dabei braucht es jedoch einen sensibleren Blick für internationale Gemeinden, deren Bedeutung sich nicht allein aus formalen Mitgliederzahlen oder klassischen Gemeindebezirken ergibt.

Unser Weg in die Lutherkirche ist deshalb zugleich ein Signal: Internationale Gemeinden können und wollen Verantwortung übernehmen. Sie brauchen aber rechtzeitige Beteiligung, verlässliche Absprachen und Rahmenbedingungen, die ihre besondere Form von Gemeindeleben ernst nehmen.


Ein Schritt zur Sicherung der Zukunft

Der Kirchenvorstand versteht den Umzug in die Lutherkirche als notwendige Neuordnung der räumlichen Struktur unserer Gemeinde. Ziel ist es, die Gemeindearbeit zu stabilisieren, organisatorische Abläufe zu vereinfachen und für die kommenden Jahre eine verlässliche Grundlage zu schaffen.

Die regelmäßigen Gottesdienste, der Gemeindetreff, das Gemeindebüro, Begegnung, Gruppenarbeit und notwendige Nebenflächen sollen künftig stärker an einem Ort zusammengeführt werden. Dadurch kann die Gemeinde ihre Arbeit unter neuen Bedingungen verlässlich, sichtbar und verantwortungsvoll fortführen.

Die Pfarrwohnung im Evangelischen Gemeindehaus Hinter dem Lämmchen ist von dieser Neuordnung nicht betroffen und bleibt weiterhin dort bestehen.


Zwischen Abschied und Aufbruch

Der Umzug in die Lutherkirche ist für uns ein tiefgreifender Schritt. Er bedeutet Abschied von vertrauten Wegen und Orten. Er bedeutet Neuorganisation, viele Abstimmungen und auch emotionale Belastung.

Aber er bedeutet auch Aufbruch. Wir gehen weiter als Jemaat Kristus Indonesia Rhein-Main, als Evangelische Indonesische Kristusgemeinde Rhein-Main in der EKHN, als Brücke zwischen Indonesien und Deutschland, zwischen internationalen Gemeinden und evangelischer Kirche, zwischen Herkunft, Gegenwart und Zukunft.

Wir gehen diesen Weg mit Dankbarkeit für das, was in der Frankfurter Innenstadt gewachsen ist. Wir gehen ihn mit dem Bedauern darüber, dass internationale Gemeinden in den Prozessen nicht von Anfang an ausreichend mitgedacht wurden. Und wir gehen ihn mit der Hoffnung, dass aus dieser Erfahrung künftig ein sensiblerer Umgang mit internationalen Personalgemeinden entsteht.

Wir verlassen nicht unsere Geschichte. Wir reagieren auf veränderte Rahmenbedingungen, um unsere Zukunft zu sichern – und um weiterhin ein geistliches Zuhause für indonesischsprachige, deutsch-indonesische und international geprägte Christinnen und Christen im Rhein-Main-Gebiet zu sein.


Weitere Informationen zu unserer Geschichte finden Sie in unserem Jubiläumsartikel „20 Jahre EIKG – Ein Jubiläumsrückblick auf gelebte Vielfalt und Glauben im Herzen Frankfurts“ .

Weitere Bilder und Videos auf unseren Social-Media-Kanälen: Instagram, Facebook und YouTube.



Published in EIKG / JKI Intern
Seite 1 von 2

Spendenkonto

Rentamt im ERV Frankfurt und Offenbach
Evangelische Bank eG

IBAN: DE91 5206 0410 0004 0001 02
BIC: GENODEF1EK1

Bitte folgenden Rechtsträger als Verwendungszweck angeben:
RT 1623

Oder online per PayPal: paypal.me/eikgjki

Digitale Kollekte der EKHN

„Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!“ (2. Korinther 9, 15)

Die Bibel sagt: Wo die Gnade Gottes die Herzen der Menschen erreicht, werden sie frei zum Abgeben, zum Teilen und zum Eintreten für andere Menschen in Not. In unseren Gottesdiensten wird unsere Dankbarkeit für die Gnade Gottes darum auch in der Kollekte sichtbar. In der Corona-Zeit werden an vielen Orten Gottesdienste und Andachten online gefeiert. Ebenso kann auch die Kollekte online erbeten werden.

Online spenden

Fragen?

Gemeindebüro


Nina Reimas


Saalgasse 15
60311 Frankfurt/Main
Telefon: +49 (0) 69 264 989 53
E-Mail: buero[at]jki-rhein-main.de

Bürozeiten:
Montag: Geschlossen
Dienstag: 09.00 - 14.00 Uhr
Mittwoch: 09.00 - 15.00 Uhr
Donnerstag: 09.00 - 14.00 Uhr
Freitag: 09.00 - 13.00 Uhr
 
Sprechzeiten des Gemeindebüros:
Dienstags, Donnerstags und Freitags von 10.00 - 13.00 Uhr
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste der EIKG / JKI. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Ihre Auswahl wird für 365 Tage gespeichert.